Fakten und Vorteile

Luzern braucht Lösungen! So ist es auch positiv zu werten, dass neben dem «Metro-Projekt» andere Projektideen und Visionen in die Diskussion eingebracht werden. Alle diese Projekte haben ihre Vor- und Nachteile. Mit der Zustimmung zur Initiative soll dem «Metro»-Projekt ein fairer Vergleich mit anderen Visionen ermöglicht werden.

Die Metro überzeugt gegenüber anderen Vorschlägen

Diese Auswahl an Lösungsmöglichkeiten ist äusserst positiv zu werten, zeigt dies doch auf, dass zumindest die breit abgestützte Erkenntnis vorherrschend ist, dass dringend ein neuer Lösungsweg umgesetzt werden muss.

Alle Projektideen sind dabei noch weit davon entfernt, um sich als aufführungsreifes Bauvorhaben zu präsentieren, Anpassungen zu den aktuellen Planungsständen bleiben immer noch möglich.

Trotzdem weisen die dem «Metro-Projekt» gegenüberstehenden Visionen einige Nachteile auf, welche zumindest einer fairen und ergebnisoffenen Betrachtung und Beurteilung bedürfen.

Während die anderen Visionen reine Parkhaus-Projekte darstellen, ist das Projekt Metro ein ganzheitlich angelegtes ÖV-Erschliessungsprojekt, das sowohl die Reisebusprobleme in der Stadt wie auch die Parkplatz- und Erreichbarkeitsprobleme der Innenstadt und des Kantonsspitals nachhaltig löst.

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See-Parking

Das See-Parking ist als reine unterirdische Parkierungsanlage für nur etwa 35 Cars geplant (MIV-Parkplätze nur für Dauermieter) und käme unter dem Schweizerhofquai zu stehen.

Die Zufahrt würde durch eine Rampe in der Alpenstrasse erfolgen, die Wegfahrt durch eine Rampe oberhalb des Schweizerhofquais anstelle der heutigen Blumenrabatte.

Diese Vision widerspricht jener der «Metro», da alle Reisecars weiterhin von und bis ins Stadtzentrum über das städtische Verkehrsnetz fahren müssen. Innenstädtisches Aufwertungspotential durch die Aufhebung von oberirdischen Parkplätzen ist einzig im Wey-Quartier vorgesehen.

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Musegg-Parking

Die Befürchtung, dass mit dem Bau des «Musegg-Parking» bzw. der Aushöhlung des Musegg-Hügels gleich die Museggmauer einstürzen wird, mag sicher etwas übertriebene politische Propaganda gewesen sein!

Der grosse Unterschied zur «Metro» und dem «Musegg-Parking» liegt bei der Parking-Zufahrt. Mit der Abwicklung der Zu- und Wegfahrten im Perimeter Ibach wird beim Metro-Projekt kein (Innen)-städtischer Strassenbereich beansprucht.

Beim «Musegg-Parking» erfolgen alle Zu- und Wegfahrten über die zweispurige Geissmattbrücke und ein grösserer Teil der An- und Wegfahrten müssten über das städtische Hauptstrassennetz erfolgen. Der Vorgabe, welche sich die Metro-Vision verschrieben hat, keine (Innen) städtische Strasseninfrastruktur zu beanspruchen, wird das «Musegg-Parking» nicht gerecht.

Durch eben diesen Nachteil und des entstandenen grösseren politischen Widerstandes lassen es die Projektinitianten aktuell offen, ob das «Musegg-Parking » zu einer reinen Carparkierung für nur etwa 36 Fahrzeuge redimensioniert werden soll. Dadurch schmälern sich jedoch auch die Möglichkeiten, durch Parkplatzkompensationen eine Aufwertung der Innenstadt im grösseren Umfange umzusetzen.

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Carparkierung Allmend

Vorgesehen wäre, auf der der S-Bahn-Station Allmend-Messe gegenüberliegenden Allmend-Wiese, die Erstellung einer ober- oder sogar unterirdischen Car-Parkierungsanlage.

Die Kombination mit den bestehenden S-Bahnhaltestellen Allmend-Messe und Kriens-Mattenhof käme der «Metro-Vision» tatsächlich sehr nahe.

Im Gegensatz zur «Metro» (und anderen Projekten) würden die Touristen wohl folgend etwas desorientiert bei Gleis 14 im hinteren Bereich des Bahnhofs Luzern nach dem Wege zum Schwanenplatz Ausschau halten müssen.

Diese Vision widerspricht aber jener der «Metro», da weiterhin von und bis zu den Autobahneinfahrten das übergeordnete Verkehrsnetz befahren werden muss und dadurch das Gebiet um die Allmend doch deutlich mit Mehrverkehr belastet wird.

Im Gegensatz zum «Metro-Projekt» (und anderen Projekten) würde auch das einstige Verspechen (beim Bau der Fussball-Stadions) gebrochen, dass keine weitere Grünfläche auf der Allmend einem Bauvorhaben mehr geopfert werden darf. Mit der Zustimmung zur «Metro-Initiative» kann ein Zeichen gesetzt werden, dass die Allmend nicht mehr weiter verplant und verbaut wird!


Ein Beitrag zur Erreichung der städtischen Klimaziele

Argumente, welche immer wieder gegen die Metro-Vision eingebracht werden, überzeugen wenig, müssen aber ernst genommen werden. Obwohl die Politik sich dem Klimaschutz zugewandt hat, wird ausgerechnet eine Erweiterung des ÖV-Angebotes, einhergehend mit einer deutlichen Reduktion des Verkehrsaufkommens in der Innenstadt und eines nachhaltigen Aufwertungspotentials zur Aufenthaltsqualität für Bewohner und Gäste, fundamental bekämpft.

 

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« Das ausbaubare ÖV-Projekt Metro mit seinen vielen Chancen soll geprüft werden »

Judith Wyrsch, Grossstadträtin glp Luzern

Der Individualverkehr wird eingebunden, nicht bekämpft

«Die Förderung des Autoverkehrs mit einem Parkhaus im Ibach ist nicht Klima-zeitgemäss», wird immer wieder gegen die «Metro» eingewendet.

Vielleicht liegt in dieser Aussage auch der Verdruss, dass das «Metro-Projekt» sich nicht fundamental gegen jeglichen motorisierten Individualverkehr richtet. Dies erst recht zu einem Zeitpunkt, in welchem erkennbar wird, dass auch der Autoverkehr (Stichwort Elektromobilität) immer klimaneutraler wird.

Die Metro-Vision setzt vorab auf eine Erhöhung der Lebensqualität einer verkehrsberuhigten Stadt Luzern und nicht auf die Annahme, dass sich der Privatverkehr massiv einschränken oder sogar verbieten lässt.

Auswärtige Besucher mit dem Privatauto, welche heute ab der Autobahn kommend auf der Suche nach einem Parkplatz das innerstädtische Strassennetz belasten, können direkt von der Autobahn her das Metro-Parkhaus anfahren, um folgend in wenigen Minuten mit der Metro-Bahn ins Stadtzentrum zu gelangen.

Dies sorgt für eine deutliche Verkehrsreduktion auf den städtischen Hauptverkehrsachsen und schafft mehr Kapazität für den lokalen, notwendigen Wirtschaftsverkehr, wie auch für den Langsamverkehr.

Der Stadtrat verweist auch immer wieder auf ein «Verkehrsreglement», wonach durch die grosse Anzahl Parkplätze im Parkhaus Ibach eine «unmögliche Anzahl» von öffentlichen Parklätzen kompensiert (also
aufgehoben) werden müssten.

Fakt ist jedoch, dass mit dem Bau des Tiefbahnhofs und damit dem Wegfall von über 400 Parkplätzen im Bahnhof-Parking bereits eine massive Reduktion erfolgen wird. Eine weitere Reduktion kann mit dem «Metro-Projekt» durch die Verlegung von über 1'000 Parkplätzen beim Kantonsspital, sowie weiteren diversen Aufwertungsmassnahmen im Innenstadtbereich erfolgen.

Soll ein «Reglement», welches ursprünglich mit dem Ziel zur Reduktion des Verkehrsaufkommens verfasst wurde, nun als Argument herhalten, damit
eine Verminderung des Autoverkehrs in der Stadt Luzern verhindert wird? Weniger Bürokratie wäre hier mehr Klimaschutz!

Auch andere vergleichbare Städte, wie z.B. Lausanne setzen mit Erfolg zur Förderung der klimafreundlichen Verkehrsabwicklung auf eine Metro, also einer unterirdischen schienengebundenen Verkehrsanbindung.

Ja sogar Luzern hat dieses Konzept begonnen umzusetzen, mit der unteririschen Strecke vom Hauptbahnhof zum Mattenhof und der «U-Bahn-Station» Allmend.

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« Ein kluges System, das in Luzern die notwendigen Freiräume fürs künftige Stadtleben schafft. »

Pia Maria Brugger Kalfidis, Betriebsökonomin/ehem. Kantonsrätin CVP

Keine Konkurrenz, sondern Ergänzung zum Tiefbahnhof!

Die Aussage, die «Metro» stehe in Konkurrenz zum Tiefbahnhof, könnte auch dahin gedeutet werden, dass die «Metro» die fehlende Kapazität selber
bereitstellen könnte, welche sich durch die Erstellung des Tiefbahnhofs ergibt.

Schon jetzt ist absehbar, dass die Realisierung des Tiefbahnhofs während mehreren Jahren massive Auswirkungen auf die Erreichbarkeit, Verkehrsführung und Parkierung um den Hauptbahnhof haben wird.

Eine vorgängig der Bautätigkeit zum Tiefbahnhof bereits realisierte Metro-Anbindung kann garantieren, dass das Stadtzentrum auch während der rund 10-jährigen Bauzeit für Bewohner, Touristen und Gewerbe erreichbar sein wird.

Auch nach erfolgter Realisierung des Tiefbahnhofs wird das Metro-Angebot eine äusserst sinnvolle und attraktive Ergänzung zum ÖV-Angebot des neuen Bahnhofs Luzern.

Die Metro ist in das übergeordnete ÖV-Netz einzubinden!

Es ist richtig, dass die «Metro» weder beim Verkehrsverbund (Passepartout) noch im Agglomerationsprogramm 4. Generation bisher offiziell in die Planung aufgenommen wurde.

Doch mit einer Annahme der Metro-Initiative am 9. Februar 2020 soll eben ein Auftrag erteilt werden, um diese strategischen Planungsfehler zu beheben.

 

Erreichbarkeit des Kantonsspitals wird gesichert

Durch die «Metro»-Haltestelle beim Kantonsspital lässt sich die Erreichbarkeit des grössten Spitalzentrums der Zentralschweiz für Patienten, Besucher und Personal in neue Dimensionen lenken. Die heute stetig überlastete Zu und Wegfahrt über die Achse Kreuzstutz-Spitalstrasse-Sedel / Schlossberg wird der Vergangenheit angehören.

Die alleinige ÖV-Anbindung des Kantonsspitals mit Buslinien ist eine der grössten Schwachstellen im städtischen ÖV-Angebot welche durch die geplante Metro-Station beim Kantonsspital behoben werden könnte.

Optimierungsmassnahmen für eine Beschleunigung der vbl-Busverbindungen verkommen ohne gleichzeitigen Befreiungsschlag wie das «Metro-Projekt» zur reinen «Pflästerlipolitik».

Das Kantonsspital steht vor grösseren betrieblichen und baulichen Erweiterungen und ist dringend auf eine gesicherte Erreichbarkeit und effiziente ÖV-Anbindung angewiesen. Eine neue Erschliessung, wie es das «Metro-Projekt» gewährleisten kann, ist eine unabdingbare Voraussetzung zur Umsetzung der Modernisierungs- und Erweiterungsstrategie des Kantonsspitals.

Dies würde auch die Spitalstrasse und zuführenden Strassen massiv als Verkehrsachse entlasten, was eine immense Aufwertung der Lebensqualität vor allem für die Bewohner der an das Spital angrenzenden Quartiere bedeutet.

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« Pionierleistungen und Mut haben unsere Stadtregion gross gemacht. Heute sind sie mehr gefragt als je. »

Mark Imhof, Architekt, Unternehmer

Im Betrieb finanzierbar und wirtschaftlich!

Die Metro ist im Betrieb wirtschaftlich und deshalb auch finanzierbar. Dies belegen das erarbeitete umfassende Betriebskonzept und die darin enthaltenen detaillierten Berechnungen erfahrener Fachplaner.

Verschiedene Gespräche mit potentiellen Investoren und Investmentbanken bestätigen deren Interesse an einem Engagement in Infrastrukturprojekten. Für die Finanzierung können verschiedene Modelle in Betracht gezogen werden.

Die Modellarten reichen von einer Finanzierung durch die öffentliche Hand über eine Finanzierung von öffentlicher Hand mit Beteiligung Privater und Pensionskassen bis hin zu rein privater Finanzierung.

Eine Finanzierung nur durch die öffentliche Hand drängt sich jedoch für das Projekt Metro-Luzern nicht auf, da einige Komponenten des Projektes (wie Carparking und Parkhaus) auch von privaten Institutionen betrieben werden können. Refinanzieren lässt sich eine Investition in das Projekt Metro-Luzern mit den Einnahmen vom Metrobetrieb, dem Carparking und dem Parkhausbetrieb.

Mit der Metro in die Zukunft

Noch ist die Metro Luzern erst eine Vision auf Papier. Doch mit der Zustimmung zur Initiative am 9. Februar 2020 soll endlich der Durchbruch in die Planungs-und Umsetzungsphase gestartet werden.

Das Kernelement der Metro Luzern ist eine unterirdische Bahnverbindung ab Autobahnanschluss Ibach direkt zum Schwanenplatz, mit Anbindung ans Kantonsspital, dazu bedarfsgerechte Parkingund Infrastrukturbauten im Industriegebiet Ibach für Carparkierung, Autoparkplätze sowie weitere Logistikbedürfnisse.

Eine erweiterte Anbindung an den Bahnhof Emmenbrücke und insbesondere zum Tiefbahnhof Luzern erhöhen die Chancen und Möglichkeiten, damit sich für die Stadt Luzern ein einmaliges Aufwertungspotential ergibt:

  • Keine Beeinträchtigung mehr am Schwanenplatz, Löwenplatz und Inseli durch Reisecars
  • kein Verkehrsrückstau mehr beim Kantonsspital
  • deutliche Verkehrsabnahme in der Innenstadt und auf Hauptverkehrsachsen.

Die «Metro» soll vorerst die innerstädtischen Verkehrsprobleme nachhaltig lösen und die Lebensqualität verbessern. Sie soll aber auch die erste Etappe einer ganzheitlich angelegten Gesamtverkehrslösung sein.

Mit dieser können die Kapazitätsengpässe der aktuellen Situation mit Staus und übermässigen Emissionen gelöst und die wirtschaftlich notwendige Erreichbarkeit der Stadt auch für die nächsten Generationen sichergestellt werden.

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« Die Metro-Luzern hat das Potential, das Verkehrs­problem in Luzern nachhaltig und effizient zu lösen »

Daniel Lütolf, Grossstadtrat glp Luzern

Luzern braucht Lösungen

Wir sind überzeugt, dass das Projekt «Metro-Luzern»

  • realistisch
  • passend
  • verhältnismässig
  • zeitgemäss
  • finanzierbar
  • nachhaltig
  • umsetzbar

ist.

Deshalb JA zur Metro-Initiative!